Fotowettbewerb am Tag des Hundes

Bilder erzählen Geschichten. Geschichten handeln von Vergangenem, Gegenwärtigem und Zukünftigen. Sie verkörpern Hoffnungen, Wünsche, Träume und Sehnsüchte. Stelle durch Deine geschichtliche Brille dar, wie Du Deinen Hund und Eure Beziehung zueinander siehst. Mit welchen geschichtlichen Aspekten bringst Du Deinen Hund in Verbindung?

Komm am Tag des Hundes mit Deinem Hund und den entsprechenden Requisiten zu uns, erzähle uns schriftlich Eure gemeinsame Geschichte, lass Euch von der Hundefotografin Angelika Barth fotografieren und gewinne einen von vielen tollen Preisen. Unter allen Teilnehmern wählt unsere rudelwerk-Jury die zehn schönsten Fotos aus, über die Reihenfolge der besten Zehn entscheidet Ihr auf unserer Facebookseite. Das Foto mit den meisten „Gefällt mir“ ´s gewinnt!

Die Teilnahmebedingungen und den Model-Release-Vertrag könnt Ihr hier runterladen: Teilnahmebedingungen + Model-Release-Vertrag

Damit Ihr Euch schon mal ein Bild davon machen könnt, was wir meinen, haben sich die rudelwerk-Mitglieder mit Ihren Hunden in Szene setzen lassen – und das ist dabei rausgekommen:

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Danny und Rottweiler Iman: Die Böse und das Biest…warum habe ich solch ein Bild von uns beiden ablichten lassen? Hm…vielleicht weil ich glaube das viele Menschen immer noch solch ein Bild von einem Listenhund (Rottweiler) im Kopf haben….also haben wir uns für dieses Shooting einmal in unserem Leben in genau diese Rolle begeben, die wir sonst nie nie nie leben werden…auch wenn beim Anblick eines Rottweilers viele immer noch solch ein Bild im Kopf haben…leider… Im wahren Leben trägt Iman ein Brustgeschirr und hat die Maulkorb – und Leinenbefreiung mit Bravour bestanden. Aber das Shooting hat sehr viel Spass gemacht……wir haben viel gelacht und fürs Posen gab´s für Mensch und Hund auch lecker Kekse

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Danny und Irish Terrier Marlene: Dieses Bild habe ich von uns beiden machen lassen, da ich darauf hinweisen wollte, welch großer Arbeitswille und welche außerordentliche Leistungsbereitschaft in diesem kleinen roten Feger steckt. Die Rasse des „Irish Terriers“ wird immer mehr in die Schublade des idealen und leichtführigen Familienhundes gesteckt….dabei wurden diese Hunde ursprünglich einmal zur Jagd, als Wachhunde oder als Botenhunde im ersten Weltkrieg in den Wirrnissen des Grabenkrieges eingesetzt. Der Irish Terrier ist ein sehr kerniger Hund mit liebenswertem Charakter. Stolz und unbeirrbar marschiert er durchs Leben, temperamentvoll, aber gelassen und nicht nervös. Er braucht sinnvolle Beschäftigung, Abwechslung bei der Arbeit sowie viel Bewegung und eignet sich zu allem, was ein Hund lernen kann: Jagd, Fährtenarbeit, Mantrailing, Breitensport, Rettungshundewesen, Dogdance , Tricks und vieles mehr. Für Familien, die einfach nur einen netten Familienhund haben möchten und nicht genügend Zeit haben, sich ausreichend mit dem kleinen Quirl zu beschäftigen, ist dieser Hund nicht geeignet. Hat der Irish Terrier Langeweile, so wird der Job, den er sich selbst sucht, bestimmt keiner sein den der Mensch gut findet. Wird der Irish Terrier liebevoll und konsequent groß gezogen, ausreichend und sinnvoll beschäftigt, ist man ihm gegenüber fair und darf er überall dabei sein, so hat man einen treuen Begleiter an seiner Seite – der auch mit einem durchs Feuer geht. Bei mir ist „Marleen“ eine fleißige Mitarbeiterin in der Hundeschule… Sie arbeitet gerne und viel und in unserer Freizeit machen wir noch Mantrailing und andere Formen der Nasenarbeit. So ist die kleine Brausetablette abends auch müde und zufrieden.

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Jana und Max,  der kleine Zwergschnauzer. Einst war er der Hund der Bauern. Im süddeutschen Raum wurde der Schnauzer als Stallhund benutzt. Mit Begeisterung lauerte er den Ratten und Mäusen in den Stallungen auf. Was ihm auch den Namen Rattler einbrachte. Er war ein treuer Begleiter für den Bauern und ein wachsamer Beschützer. Max, der Rattler vom Hof.

 

 

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Jana und die Tschechoslowakische Wolfshündin Aponi – ein Hauch von Ursprünglichkeit:
Ihr Aussehen ähnelt dem Wolf, ihre Ursprunglichkeit spiegegelt den Charakter wieder.
Wenn ich Aponi durch meine Geschichtliche Brille anschaue, sehe ich den Beginn von Mensch-Hund (Wolf) – Beziehungen. Viele Völker verehrten den Wolf und sahen in ihm einen ebenbürtigen Konkurrenten bei der Jagd, dessen Ausdauer und Geschick bewundert wurde. Der Wolf (später Haushund) wurde von vielen Indianern als Beschützer geschätzt. Einige Völker leiten sogar ihre Herkunft vom Wolf ab. Wie zum Beispiel das Indianervolk Tlingit. Der Wolf ein bewunderswerte Wesen, welches bei der Jagd und als Beschützer vielen Völkern ein nützlicher und treuer Begleiter war.

 

 

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Robert und Lina: Lina ist eine mittlerweile zweijährige Cane Corso Italiano Dame. In ihrem Heimatland wird diese große,  gesunde und sportliche Rasse vielfältig eingesetzt als Familien- Schutz- Herdenschutz- und Hütehund. In Deutschland ist diese Rasse hingegen selten anzutreffen, wenn auch ihre Beliebtheit und ihr Bekanntheitsgrad in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Dabei ist der Cane Corso kein einfacher Hund. Neben einer gewaltfreien aber konsequenten Erziehung und einer klaren Linie hat diese charakterlich sehr eigenständige Rasse einen enormen Führungsanspruch an ihren Besitzer und will zudem noch körperlich und geistig ausgelastet werden.
In den Bundesländern Bayern und Brandenburg sowie in Lichtenstein und in einigen Kantonen der Schweiz findet man den Cane Corso auf den Rasselisten wieder, weshalb ich mich für die Abbildung mit Lina als „Kampfhund“ entschieden habe. Dass es sich bei den Rasselisten um ein Politikum handelt ist zwar den meisten Hundehaltern bewusst, viele Nicht-Hundehalter begegnen einem Mensch-Hundteam wie Lina und mir jedoch im Alltag häufig als würden wir (trotz Alltagsklamotten und Brustgeschirr in Pink!) uns genauso wie auf dem Foto dargestellt präsentieren.
Natürlich bringt ein Hund in Linas Größe unabhängig ihrer Rasse eine große Verantwortung für den Halter mit sich, muss konsequent erzogen werden um eine gute Alltagstauglichkeit zu erbringen. Dass ein kleiner Hund wie ein Dackel oder ein Chihuahua jedoch einen genau solchen Führungsanspruch an seine Besitzer stellt und in ähnlicher Weise ausgelastet werden muss, wird dabei oft verdrängt.
Denn den pauschal gefährlichen Kampfhund gibt es nicht. Ein Hund ist immer nur so gefährlich, wie sein Besitzer ihn macht, unabhängig von der Rasse, der Größe oder des Erscheinungsbildes des Besitzers. Jeder Halter hat es selbst in der Hand, seinen Dackel, Chihuahua oder aber seinen Cane-Corso, Bullterrier oder Rottweiler zu einer Kampfmaschine oder zu einem Kampfschmuser zu machen. Die Verantwortung liegt ganz allein beim Besitzer.
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Melanie und Jack: Jack ist mein mittlerweile 5-jähriger französischer Bulldoggenrüde.
Leider ist er ein absolutes Qualzuchtexemplar, sensoneural taub und mit einer viel zu kurzen Nase ausgestattet.
Die Rasse entstand im 18.Jahrhundert in England, zu der Zeit als die Hunde-Stierkämpfe verboten worden sind. Die Bevölkerung orientierte sich zu reinen Hundekämpfen um, weshalb der Wunsch nach kleinen, wendigen „Kampfhunden“ aufkam.
Im Jahre 1835 wurden Hundekämpfe aller Art verboten und die Nachfrage nach der kleinsten Molosserart in England ging zurück.  Dafür entdeckten jedoch die Franzosen ihre Vorliebe für die Rasse. Sie wurde zur Lieblingsrasse der französischen „Belles de nuits“ (französischer Edelprostituierten) und damit startete ihr Durchbruch zum Begleithund.
Es gibt viele alte Fotografien von Frauen aus der damaligen Zeit und ihren französischen Bulldoggen und auch in der heutigen Rock´nRoll-Szene sind die Bullis extrem beliebt und häufig zu sehen, weswegen ich mich dazu entschlossen habe, mich im 50er Jahre Outfit mit Jack ablichten zu lassen.
Die steigende Beliebtheit der Rasse tut ihr jedoch alles andere als gut. Es gibt extrem viele Vermehrer und gewissenlose Züchter, die Unmengen an Bulliwelpen auf den Markt schmeißen. Zumeist Qualzuchtexemplare wie Jack, die nicht mehr frei atmen können und bei der kleinsten Anstrengung kollabieren. Von der gesunden, wendigen Rasse, die ursprünglich für den Hundekampf gezüchtet wurde, ist oft nicht mehr viel zu erkennen.
Wenn man sich trotzdem für diese wundervolle Rasse interessiert, ist es wichtig, nach guten Züchtern Ausschau zu halten, um nicht die eingesparten Kosten für die Anschaffung des Hundes hinterher in immense Tierarztkosten zu investieren und einen Hund zu besitzen, dem man aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes kaum ein artgerechtes Leben ermöglichen kann.
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Silke und Whippet-Mix Linus: Seit Beginn der Domestikation hatte die Hetzjagd mit Windhunden einen hohen Stellenwert. Die ersten Aufzeichnungen darüber fanden Forscher 6000 v.Chr. Windhunde waren lange Zeit dem Adel vorbehalten. Sei es eben als Jagdtgefährte oder als Gesellschafter der feinen Damen. Genau dies wollen meinem Windhund Linus und ich auf dem Foto darstellen. Linus liebt es zu rennen und ist unglaublich schnell. Bis jetzt habe ich keinen Hund erlebt, der renntechnisch mit ihm mithalten kann. Wittert er einen Hasen ist er nicht mehr zu bremsen. Da Linus gut hört, läuft er fast ausschließlich ohne Leine und das auch sehr gerne am Fahrrad. So kann er sich viel besser auspowern.
Leider werden Whippets viel zu früh an das Training auf der Rennbahn herangeführt, fehlende ausgleichende Beschäftigung, zu lange Renndistanzen und vieles mehr zählen zu den Todsünden bei der Haltung von Whippets. Diese sind – so muss man wissen –  nämlich eigentlich keine Lang- sondern Kurzstreckenläufer.
Was für Linus und ich glaube für viele Windhunde typisch ist, ist dass er sich nur äußerst ungerne oder besser gesagt, eigentlich gar nicht ohne eine Decke irgendwo hinlegt. Deswegen haben wir diese eigentlich ständig und auch überall mit dabei –  egal wie groß oder klein; hauptsache eine Decke.

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Angelika und der Weiße Schweizer Schäferhund Lucky :
Die Weißen Schäferhunde waren ursprünglich die Arbeitshunde der Schäfer, ihre Aufgaben reichten vom Hüten bis zum Schutz der Herde und des Schäfers. Heute werden die Weißen Schäferhunde als Familien- und Begleithund, Wachhund, Arbeitshund, Schutz- und Gebrauchshund sowie Blindenführhund und Rettungshund eingesetzt.
Lucky ist ein typischer Weißer Schäferhund: sensibel, sehr anhänglich und auf seine Bezugsperson fixiert, intelligent und relativ leichtführig. Doch gerade in diesen positiven Eigenschaften liegt auch eine gewisse Gefahr. Durch ihre Sensibilität kann man einen Weißen Schäferhund schnell „vergurken“, er braucht konsequente, liebevolle Führung und Anleitung und natürlich artgerechte Beschäftigung.
Lucky´s große Liebe ist die Nasenarbeit, da ist er immer mit Begeisterung dabei. Das Suchen kann er auch in seinem doch schon fortgeschrittenen Alter von zehn Jahren noch meistern. In jüngeren Jahren hat Lucky mich während meiner Arbeit bei der Presse zu unzähligen Terminen begleitet und war in vielen Zeitungsredaktionen im Ruhrgebiet ein gern gesehener Gast.
Lucky ist der Beste, er kann einfach Alles, mit einer kleinen Einschränkung: Er kann nicht fotografieren 😉 Deshalb hat er die Kamera auch nur für´s Foto umhängen. Trotzdem ist er der beste „Fotografinnenbegleithund“ den ich mir wünschen kann, ich hoffe, dass er noch lange an meiner Seite ist.